Fragebögen

Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 Es gab zwar auch in der Vergangenheit schon Versuche, den individuellen Ernährungsbedarf zu bestimmen. Sie sind jedoch daran gescheitert, dass sie immer nur einzelne Aspekte in die Bestimmung des Typs einbezogen haben. Deshalb kamen sie zu oft zu falschen Ergebnissen. Denn es spielen bis zu neun verschiedene Aspekte bei der Bestimmung des Typs eine Rolle, von denen vier von besonders großer Bedeutung sind und deshalb beim Fragebogentest berücksichtigt werden. Die vier wichtigsten Aspekte sind:

1. Das Autonome Nervensystem
2. Das Verbrennungssystem
3. Das Drüsensystem
4. Die Blutgruppen

grundlegende Erkenntnisse als Basis

  • Ist der Stoffwechsel im Gleichgewicht, dann ist die Gesundheit am besten.
  • Nur bei der richtigen, bei der auf den Typ abgestimmten Ernährung, kann der Stoffwechsel im Gleichgewicht sein.
  • Von Natur aus ist bei den meisten Menschen die eine oder die andere Seite der beiden wichtigsten Aspekte - des Autonomen Nervensystems und des Verbrennungs-systems - stärker. Sie können nur immer wieder ins Gleichgewicht kommen, wenn ihre schwächere Seite durch die richtige Ernährung gestärkt wird.


Im Idealfall ist der Stoffwechsel - hier dargestellt durch eine Waage - im Gleichgewicht:


waage1

 

Das Autonome Nervensystem

Dieses Gleichgewicht wird jedoch durch die Situation im Autonomen Nervensystem und im Verbrennungssystem stark beeinflusst. Bei den meisten Menschen ist von Natur aus entweder der sympathische oder der parasympathische Zweig stärker. Ist der Sympathikus stärker, so bringt er den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht:


waage2

Doch durch die richtige Ernährung - in diesem Fall kohlenhydratreich, eiweiß- und fettarm, kalziumarm, weitgehend vegetarisch - läßt sich der Parasympathikus stärken und der Stoffwechsel kommt so wieder ins Gleichgewicht:


waage3

 

Auf diese Weise werden typische Probleme, die durch einen zu starken Sympathikus ausgelöst sein können - wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Verdauungsschwäche etc. - durch die richtige Ernährung vermieden.

Ist der Parasympathikus zu stark, muss der Sympathikus durch die richtige Ernährung - in diesem Fall fett- und eiweißreich, kohlenhydrat- und kaliumarm - gestärkt werden, um den Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen.


waage4

Würde sich ein Parasympathikustyp mit zu wenig Eiweiß und Fett und mit zu vielen Kohlenhydraten ernähren, käme sein Stoffwechsel noch mehr aus dem Gleichgewicht:


waage5

 

Er würde für diese Situation typische Probleme entwickeln, z.B. Antriebslosigkeit, chronische Müdigkeit, Depressionen, usw.


Das Verbrennungssystem

Ähnliches gilt für das Verbrennungssystem. Bei manchen Menschen - bei den sogenannten Schnellverbrennern - wird Energie in den Zellen zu schnell erzeugt, bei anderen - bei den sogenannten Langsamverbrennern - zu langsam. Auch hier kommt der Stoffwechsel nur durch die richtige Ernährung ins Gleichgewicht.

Um eine zu schnelle Verbrennung zu bremsen, muss die Ernährung fett- und eiweißreich und kohlenhydratarm sein. Ist die Verbrennung zu langsam, muss sie dagegen reich an Kohlenhydraten und arm an Fett und Eiweiß sein.

Einer der beiden Aspekte dominiert den Ernährungsbedarf

Wenn sowohl das Autonome Nervensystem als auch das Verbrennungssystem so entscheidend für den grundlegenden Ernährungsbedarf sind, kann ein Widerspruch entstehen, falls beide Aspekte nicht nach der gleichen Ernährung verlangen. Wenn z.B. für ein Gleichgewicht im Autonomen Nervensystem Eiweißreiches und für das Verbrennungssystem Eiweißarmes empfohlen würde.

Eine besondere Fähigkeit von Metabolic Typing liegt jedoch darin, dass es feststellen kann, welcher der beiden Aspekte den stärksten Einfluss hat und damit den Ernährungsbedarf dominiert.

Das Drüsensystem

Das Drüsensystem spielt vor allem eine Rolle, wenn es um die Frage geht, welche Nahrungsmittel zu Übergewicht führen und welche helfen können, Übergewicht gezielt und dauerhaft abzubauen.

Denn Übergewicht entsteht in zwei Situationen:

  • Wenn man sich nicht entsprechend den Bedürfnissen des Autonomen Nervensystems bzw. des Verbrennungssystems ernährt, werden Nährstoffe, die nicht zum eigenen Typ passen, verstärkt als Übergewicht abgelagert, da sie nicht vollständig verbraucht werden. Außerdem sinkt bei nicht typengerechter Ernährung die Stoffwechseleffizienz, und auch dies trägt zu Übergewicht bei.
  • Übergewicht entsteht aber auch, wenn die eigene "Hauptdrüse" - die den Drüsentyp bestimmt - zu lange durch jene Nahrungsmittel überreizt wurde, die diese Drüse besonders anregen und für die dieser Drüsentyp eine besondere Vorliebe hat. Eines Tages ist dann die Hauptdrüse erschöpft, kann ihre Aufgaben der Energieregulierung nicht mehr richtig erfüllen, und es kommt zu Ablagerungen von Fett - übrigens auch in für den jeweiligen Typ charakteristischen Körperbereichen. Betrachten wir das Beispiel des Schilddrüsentyps. Er mag vor allem Süßes und nimmt zu, wenn er zu viel isolierte Kohlenhydrate - wie Zucker und Weißmehl - zu sich nimmt. Um abzunehmen, sollte er isolierte Kohlenhydrate meiden und eventuell sogar Kohlenhydrate generell für einige Zeit einschränken
  • verstärkt bestimmte Eiweiße essen, um die Nebennieren anzuregen, damit sie einen Beitrag zur Energieregulierung leisten. So kann der Schilddrüsentyp gezielt abnehmen und hält anschließend sein Idealgewicht. Er muss nicht mehr unzählige Modediäten auf gut Glück ausprobieren, sondern kann gezielt sein Idealgewicht ansteuern. Ähnliches gilt für die anderen Drüsentypen, natürlich mit anderen Nahrungsmitteln

Neue Beweise für die Existenz von Stoffwechseltypen

Bis vor kurzem gab es zwar unzählige positive Erfahrungen mit der Umsetzung der Empfehlungen von Metabolic Typing, aber keine wissenschaftlich leicht überprüfbaren Beweise, dass sich die typengerechte Ernährung positiv auswirkt. Seit der Entwicklung des Stimulustests hat sich dies geändert.

Mit diesem Test lässt sich schnell und zuverlässig belegen

  • dass sich das Stoffwechselgleichgewicht bessert, wenn die Empfehlungen für die typengerechte Ernährung befolgt werden und
  • dass sich das Stoffwechselgleichgewicht und die Gesundheit verschlechtern, wenn die Empfehlungen nicht befolgt werden

 
Wie wird der individuelle Stoffwechseltyp gefunden?


Es gibt zwei zuverlässige Wege, den Typ zu bestimmen.

  • Mit dem Fragebogentest, in dem für den jeweiligen Typ charakteristische Merkmale abgefragt werden.
  • Mit einer Kombination aus dem Stimulustest und einem Fragebogen.

Bei diesem Test müssen Veränderungen des Blutzuckerspiegels und einiger anderer Parameter erfasst werden. Beide Wege führen zum selben Ergebnis. Der Stimulustest hat jedoch den Vorteil, dass die Stoffwechsellage in kurzen Abständen immer wieder überprüft werden kann. Dies ist besonders bei schweren Krankheiten sinnvoll, wenn neben der richtigen Ernährung typenspezifische Nahrungsmittel eingesetzt werden sollen, um das Stoffwechselgleichgewicht möglichst schnell zu erreichen. Diese Variante ist aber aufwendiger, kostenintensiver und sollte schwerkranken Patienten vorbehalten bleiben.

(Dr. Wilhelm Tischler)

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