Fragebögen

Ernährung bei Dünndarmfehlbesiedung (DDFB) und Verdauungsproblemen
- das Biologische Schutzschild

Um eine Wiederherstellung des Verduungstraktes zu ermöglichen, ist es wichtig Nahrung zu essen, die leicht verdaulich ist, so daß die meisten Nährstoffe bereits hoch oben im Dünndarm zügig absorbiert (aufgenommen) werden können. Dadurch können sich fehlbesiedelnde Bakterien nicht mehr nähren, sie produzieren wenifer Toxine (Giftstoffe) und schädigen damit die Darmwände über verschiedene Mechanismen weniger.

Nahrung, die nicht zügig absorbiert werden kann, sollte so weit wie möglich reduziert werden. Ballaststoffreiche Ernährung kann vielfältige Symptome erzeugen oder verschlechtern. Ballaststoffe bestehen aus Kohlenhydraten die nicht verdaut werden können und verzögern dadurch den Verdauungsprozess. Dadurch wird es Bakterien ermöglicht, Ballaststoffe und herumliegende Nahrungsbestandteile zu vergären und verursachen in der Folge Aufgeblähtsein und auch andere Beschwerden. Deshalb ist für einen unterstützungsbedürftigen Verdauungstrakt eine Ernährung empfehlenswert, die nur geringe Mengen an natürlichen Ballaststoffen in Früchten und Gemüse enthält. Ein Zuviel an Ballaststoff-Supplementen, welche zur Stuhlquellung und Auflockereung beitragen sollen, haben durch oben genannte Effekte sogar schädliche Auswirkungen.

Häufiges Essen verstärkt Verdauungsprobleme, da die Selbstreinigungsphasen des Dünndarms nur dann in Gang kommen, wenn regelmäßige Nahrungspausen eingehalten werden. Hierdurch können die Nebenprodukte aus dem Verdauungsvorgang, Bakterien gezielt Richtung Dickdarm abtransportiert werden. Je häufiger Mahlzeiten über den Tag eingeschoben werden – und dies schließt Snacks als Zwischenmahlzeiten ein – umso weniger Zeit hat der Körper, die notwendigen Reinigungsphasen abzuarbeiten, was es den Bakterien einfacher macht, ihre Position im Dünndarm zu stabilisieren.
Hier ist zugleich ein entgegengesetzter Wirkmechanismus zu beachten, der durch eine Erschöpfungssituation der Körpers eintreten kann. Bei Nebennierenschwäche und allgemeiner Erschöpfungssymptomatik können regulationsbedingt Unterzuckerungen und andere Mangelzustände auftreten, die eine Nährstoffzufuhr dringend erforderlich machen. Dann ist es immer richtig, auf die Reaktionen des Körpers zu achten und die Essenspausen entsprechend anzupassen. Beiden Systemstörungen (Verdauungs- und Energiesystem) kann zugleich entsprochen werden, indem die Nahrung leicht und schnell verdaulich ist und die Nahrungszufuhr angepasst wird, wenn sich Symptome eines Energiemangels im Körper zeigen.
Auch eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist Grundbedingung, um Darmmotilität und Schleimhauttransportsysteme aufrechtzuerhalten.

1. Trinken Sie etwa zwei Liter Wasser am Tag.

Es ist hilfreich, sich anzugewöhnen, zwei mal täglich eine Gemüsesuppe in den täglichen Ernährungsplan zu integrieren.
Jeden Morgen eine Flasche mit Wasser und 1-2 Gramm Vitamin C Pulver befüllen, die zwischendurch über den Tag verteilt in kleinen Schlucken getrunken werden kann (mögliche Zusätze sind MSM 5Gramm, Okoubaka D2 20 Globuli, Kamille- oder Schafgarbentee). Ist der Darm mit dieser Menge an Vitamin C bereits überfordert, sollte die Dosis nach unter korrigiert werden.
Frisch gepresste Säfte aus Blattgrün und Gemüse sind eine optimale Unterstützung in mehrfacher Hinsicht (siehe unten).

2. Problematische Kohlenhydrate

Um die Bedingung für eine Darmregeneration zu optimieren und eine Wiederkehr der bakteriellen Fehlbesiedlung zu verhindern, sollten folgende Richtlinien langfristig eingehalten werden:

Folgende Süßungsmittel sind zu meiden:

  • Maissirup (Fructose)
  • Mannitol
  • Sorbitol (findet sich oft in Kaugummi)
  • Sucralose (Splenda)
  • Lactose
  • Lactulose

Ebenfalls sollten Nahrungsmittel und Produkte gemieden werden, die mit Fruchtsäften gesüßt sind und Fruktose enthalten. Das ist schwierig, da sehr viele Produkte mit Fruktose, teilwese auch versteckt, enthalten. Idealerweise sollte die Zuckeraufnahme möglichst weit unter 40 g pro Tag zreduziert werden. Das Lesen der Etiketten auf den Nahrungsmitteln ist hilreich und wichtig. Die folgenden Zucker und Süßungsmittel sind akzeptabel: Glucose, Sucrose (Haushaltszucker), Stewia, Xylit, Ribose.

3. Schwer verdaulich, möglichst stark meiden.

Die folgenden Nahrungsmittel, welche nur mit hoher Arbeitsleistung des Darmes zu verdauen sind, sollten eingeschränkt oder ganz gemieden werden:

  • Bohnen (Kidneybohnen, Kichererbsen, Pintobohnen, usw.)
  • Linsen
  • Erbsen (einschließlich Suppe aus Spalterbsen)

4. Sind Sie untergewichtig, sind Rindfleisch, Fisch, Geflügel und Eier akzeptable Proteinquellen.

Diese Lebensmittel müssen Sie, im Verlauf des Tages, nicht einschränken. In Hinblick auf den Gesamtstoffwechsel ist es für die meisten Menschen vorteilhaft, nicht mehr als ein mal wöchentlich tierisches Eiweiß zu sich zu nehmen. Besonders hochwertiges Eiweiß ist in frischen Keimlingen und Sprossen zu finden.

5. Kartoffeln, Pasta, Reis, Brot und Zerealien

sind hinsichtlich der Resorptionsgeschwindigkeit zwar akzeptabel.

Häufig bestehen jedoch Nahrungsunverträglichkeiten bei getreideprodukten wie beispielsweise Brot und Pasta. Besonders zu Anfang wird eine beherzte Reduktion und anschließendes vorsichtiges Herantasten belohnt. Auf Dauer, vor allem wenn es Ihnen bereits wieder besser geht, ist es in Ordnung, kleine Mengen dieser Lebensmittel zu sich zu nehmen. Zumindest werden die enthalten Kohlenhydrate hoch oben im Dünndarm gut absorbiert. Sie sind damit in der Lage, den Körper mit Energie zu versorgen, bevor die problematischen Bakterien in den hinteren Dünndarmabschnitten genährt werden. Zu jeder Mahlzeit sollen möglichst nicht mehr als 50 bis 100 Gramm dieser Kohlenhydrat-Lebensmittel gegessen werden. Mehrkornbrote sollten auf ein Minimum reduziert werden. Auch Wildreis ist nicht leicht verdaulich.

6. Obst sollte in kleinen Portionen und möglichst frisch gegessen werden

7. Frisches, stärkearmes Gemüse sollte Bestandteil Ihrer täglichen Nahrung sein.

Das Gemüse sollte vorzugsweise gekocht oder leicht gedämpft und nicht roh sein, da es auf diese Weise einfacher zu verdauen ist.

Vermeiden Sie große Salate mit hohem Anteil roher Gemüse. Mit zunehmender Darmvitalität kann der Anteil der Rohen Gemüse, Salate und Obst langsam und unter Beobachtung gesteigert werden, da unerhitze Gemüse wertvolle Bestandteile haben, die durch Erhitzung verloren gehen, wie beispielsweise die Enzyme.
Bei bestehender Restvitalität des Verdauungsapparates können kleine Mengen Salat, Karotten, Brokoli, Weißkrautsalat, Stangensellerie für die Regeneration also durchaus förderlich sein. Entscheidend ist die Beobachtung der Verträglichkeit nach dem Essen.

8. Trennung von Kohlenhydraten

Eine weitere Entlastung des Verdauungsapparates kann durch eine Trennung von Kohlehdraten und Eiweiß sowie eine Trennung von Kohlehydraten und Fetten erreicht werden.

9. Eine Sonderrolle spielen frisch gepresste Säfte aus Blattgrün und Gemüse,

weil die Resorption im Darm wesentlich besser ist und auf diese Weise wichtige Nährstoffe ohne wesentliche Belastung des Verdauungsapparates zugeführt werden können. Das Verhältnis aus Verträglichkeit und Vitalstoffgehalt ist bei frisch gepressten Grüm-Säften kaum zu übertreffen. Es ist nicht unbedingt die Anschaffung einer kostenintensiven Saftpresse erforderlich. Ein kleiner Nylonsack, wie für die Herstellung von nussmilch verwendet wird, kann zum Auspressen verwendet werden, nachdem die Zutaten in einem herkömmlichen Küchenmixer zerkleinert wurden. Während der Trester Verwendung im Kompost findet, stellt das flüssige Filtrat eine hervorragene Nährstoffversorgung dar. Besonderns bei ausgeprägten Nahrungsunverträglichkeiten sollten Zutanten möglichst wenig zusammen gemischt werden, gegebenenfalls ist auch ein Dünsten der Gemüse und Blätter erforderlich, bevor sie gepresst werden.

10. Milchprodukte, vor allem Kuhmilchprodukte

sollten gemieden werden, nicht nur weil diese Laktose enthalten, sondern auch Eiweißunverträglichkeiten nicht selten sind.

Eine gute Alternative ist Hafer-, Mandel- oder Reismilch.

11. Kaffee, Tee und Limonaden

sind nicht empfehlenswert. Pures, gefiltertes Wasser ist die beste Alternative, die Sie wählen können. Wasser, mit etwas Limonen- oder Zitronensaft versehen ist auch eine gute Alternative.

12. Stellen Sie sicher, daß sie abwechslungsreich essen

und Ihre Mahlzeiten ausreichend Vitamine und Spurenelemente enthalten. Arbeiten Sie unter oder Übergewicht entgegen.

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Quelle: http://www.gidoctor.net/diet-ibs-sibo.php

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