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Häufige Ursachen der Nebennierenschwäche

In den westlichen Ländern kommt chronischer Stress sehr häufig vor. Die häufigsten Gründe für Stress sind beruflicher Druck, Tod eines geliebten Menschen, Umzüge, Arbeitsplatzwechsel, Krankheit und Eheprobleme. Die Nebennierenschwäche tritt auf, wenn der Stress die Kapazitäten des Körpers übersteigt. Es gelingt nicht mehr, den Stress auszugleichen und sich zu erholen.

Stressfaktoren, die zu Nebennierenschwäche führen können:

* Ärger
* chronische Müdigkeit
* chronische Infektionen
* chronische Schmerzen
* Depression
* exzessiver Sport
* Angst und Schuldgefühle
* Glutenunverträglichkeit
* niedriger Blutzucker
* Mal-Absorption
* Verdauungsstörungen
* Vergiftungen
* schwerer oder chronischer Stress
* Operationen
* spätes Aufbleiben
* Schlafentzug
* hoher Zuckerkonsum
* hoher Koffein-Konsum aus Kaffee und Tee

Einer der am häufigsten übersehenen Gründe für Nebennierenschwäche ist eine chronische oder schwere Infektion, die eine Entzündungsreaktion hervorruft. Solch eine Infektion kann subklinisch, ohne erkennbare Symptome auftreten. Parasiten- und Bakterienbefall, wie „Giardia“ oder Helicobacter pylori, sind oft die Hauptschuldigen.

Wie Stressfaktoren auf den Körper wirken

Wenn ein Mensch gestresst ist, reagiert der Körper, indem er eine Stressreaktion hochfährt, mittels Stimulierung des vegetativen Nervensystems. Dies nennt man auch die „Kampf oder Flucht“-Reaktion, da sich der Körper gegen eine mögliche Gefahr wappnet. Wenn dies passiert, wird Adrenalin aus dem Nebennierenmark ausgeschüttet und die „Hypothalamus-Hypophysen-Achse“ wird angeregt, ACTH auszuschütten, was wiederum die Nebennierenrinde veranlasst, die Produktion des Anti-Stress-Hormons Cortisol zu erhöhen.

Wenn ein Mensch chronischem Stress ausgesetzt ist, können die Cortisol-Spiegel möglicherweise so hoch ansteigen, dass sich die Nebennieren erschöpfen und die Produktion danach geringer wird. Zur gleichen Zeit, fängt das DHEA, ein Hormon, das normalerweise in den Nebennieren produziert wird, an zu sinken, ohne zunächst einen Höchststand zu erreichen (wie im Falle des Cortisol). Bei chronischem Stress findet ein Absinken des DHEA bei gleichzeitigem Anstieg des Cortisol statt. Als Folge erhöht sich das Verhältnis von Cortisol zu DHEA.

Wie in den meisten hormonellen Regelkreisen, gibt es ein negatives Rückkopplungsystem, das die Produktion jedes Hormons begrenzen soll. Dasselbe passiert mit dem Cortisol, mit einer Ausnahme: Während anhaltendem oder akutem Stress, wenn der Körper bemerkt, dass sein Überleben auf dem Spiel steht, stumpft die exzessive Ausschüttung von Cortisol das negative Rückkopplungssystem ab. Mit anderen Worten, anstatt dass das Rückkopplungssystem die Produktion von Cortisol eindämmt, sobald das Gesamt-Cortisol hoch liegt, reagiert der Körper genau gegenteilig. Da das Cortisol das Anti-Stress-Hormon ist, wird der Körper sehr hohe Cortisol-Spiegel als drohende Gefahr interpretieren. Wenn das passiert, hat das hohe Cortisol statt dessen einen dämpfenden Effekt auf das negative Rückkopplungssystem, damit wir die Bedrohung überstehen können. Daher wird noch mehr Cortisol produziert. Auf diese Weise will der Körper sicher gehen, dass wir mit dem anhaltenden Stress, der unser Überleben gefährdet, fertig werden.

Wenn unser Körper gestresst ist, steigt unser Cortisol-Spiegel unter Bedingungen an, die das negative Rückkopplungssystem dämpfen. Während dessen sinkt unser DHEA-Spiegel weiter ab. Das Ergebnis ist ein hohes Cortisol-zu-DHEA-Verhältnis. Und:

1. Reduzierte Insulin-Sensibilität, reduzierte Glukose-Verwertung und erhöhter Blutzucker, was zu Diabetes führt.

2. Reduzierte Sekretion von IgA (die wichtigste zelluläre Schutzmaßnahme), natürlichen Killerzellen und reduzierte T-Lymphozyten-Aktivität. Das führt zu erhöhter Infektanfälligkeit wie Herpes, Pilzbefall und Virusinfektionen.

3. Erhöhter Knochenmasseverlust, da die Calzium-Absorption blockiert ist. Eine Demineralisation der Knochen beginnt und auf diese Weise entsteht Osteoporose.

4. Vermehrte Fettansammlung um die Taille herum und Verlust von Eiweißen, der zu Muskelverfall und zum Verlust der Fähigkeit, Gewicht abzunehmen, führt.

5. Erhöhtes Zurückhalten von Wasser und Salz, was zu hohem Blutdruck führt.

6. Östrogen-Dominanz, was zu PMS, Gebärmutter-Myomen und Brustkrebs führt.

Die Stressreaktion aus der hormonellen Perspektive

Was passiert, wenn Ihr Chef Sie in der Arbeit anschreit? Lassen Sie uns jetzt einige der Auswirkungen innerhalb ihres Körpers aus der hormonellen Perspektive untersuchen.

* Ihr Hypothalamus signalisiert Ihrer Hypophyse, dass sie ACTH ausschütten soll.
* Das ACTH stimuliert das Nebennierenmark, Adrenalin und die Nebennierenrinde Cortisol auszuschütten sowie andere Hormone.
* Ihr Cortisol-Spiegel wird ansteigen und dadurch mehr gespeichertes Glykogen zur Energiegewinnung in Blutzucker umwandeln. Die Energieverfügbarkeit wird ebenfalls durch das Adrenalin der Nebennieren gesteigert.
* Ihr Herzschlag steigt an (durch das Adrenalin)
* Sie neigen vermehrt zum Schwitzen (durch das Cortisol)
* Ihre Muskelspannung verstärkt sich (durch das Cortisol und Adrenalin)
* Ihre Verdauung verlangsamt sich, da das Blut zu wichtigeren Geweben geleitet wird. Ihr Blasen- und Schließmuskel kann sich entspannen.


Wenn die oben beschriebene Körperreaktion über einen längeren Zeitraum anhält oder auch in bestimmten Fällen während des akuten Stresses, kann eine Nebennierenschwäche auftreten, da sich die Drüsen der Nebennieren erschöpfen.

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Quelle: Dr. Lam

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