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Nicht der Zeckenbiss ist gefährlich,\

sondern die übertragbaren Erreger

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Zeckenbisse treten häufig vom Frühjahr bis zum Spätherbst auf, vor allem bei Personen, die sich beruflich oder in der Freizeit in der Natur aufhalten. Bei milden Wintern geschieht dies oftmals auch schon wesentlich früher. Dabei werden die Zecken an Wegrändern, Wiesen, im Wald, aber auch in Gärten abgestreift. Obwohl Zecken nicht beißen, sondern stechen, wird der Begriff "Zeckenbiss" im Sprachgebrauch viel häufiger verwendet und deshalb auch hier verwendet.

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Warum ein Zeckenbiss gefährlich werden kann

Der Zeckenbiss selbst ist nicht gefährlich, aber während des Saugaktes können mit dem Speichel der Zecken Krankheitserreger übertragen werden. Die beiden wichtigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind die Borreliose und eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME. Weitere übertragbare Erreger sind Ehrlichien, Babesien, Rickettsien, Chlamydien u.w.

Hinsichtlich der häufigen chronischen Verlaufsformen einer Borreliose trotz klassischer antibiotischer Behandlung macht es Sinn, die Leistungsfähigkeit des Immunsystems  und immunmodulierende Massnahmen in Betracht zu ziehen.

Beim Zeckenbiss sofort handeln

Schnell und unbemerkt hat eine Zecke den Sprung auf den menschlichen Körper geschafft und sticht zu. Was ist also nach einem Zeckenbiss zu tun?

  • Nur 4% aller Zeckenstiche führen zu einer Infektion! Daher ist es bei einem Zeckenstich in der Regel nicht erforderlich, prophylaktisch Antibiotika einzunehmen.
  • Hat eine Zecke zugebissen, dann sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Korrekt geschieht das mit einer Pinzette, am besten mit einer speziellen Zecken-Pinzetten. Die Zecke wird mit der Pinzette möglichst weit unten, nah an der Haut gepackt und mit leichten Wippbewegungen entfernt.
  • Wichtig: Der Körper des Insektes darf beim Entfernen nicht gequetscht werden, denn sonst könnten die Viren oder Bakterien eher in den menschlichen Körper gelangen.
  • Da die Quetschgefahr bei kleinen Zecken besonders hoch ist, sollte in solchen Fällen weder Pinzette noch Zeckenpinzette verwendet werden, sondern mit der scharfen Kante eines Messers oder Skalpells sollte die Zecke abgestreift werden.
  • Wenn dabei der Stechapparat, umgangssprachlich auch Kopf genannt in der Wunde verbleibt, ist es nicht notwendig, diesen herauszuschneiden, denn dieser enthält keine Bakterien!
  • Die "Bissstelle" wird anschliessend noch gründlich desinfiziert
  • "Hausmittel" wie Öl oder Klebstoff sind streng zu vermeiden! Durch solche oder ähnliche Praktiken gerät die Zecke in einen Todeskampf und gibt in dieser Situation besonders häufig die gefürchteten Krankheitserreger ab.
  • Es ist möglich, die Zecke auf Borrelien untersuchen zu lassen. Der Preis beträgt ca. 25 Euro. In 85% sind in der Zecke keine Borrelien nachweisbar.
  • Wie nach jedem Insektenstich ist die Haut oft etwas gerötet. Eine solche leichte Rötung der Haut, auch primäre Stichreaktion genannt, klingt nach wenigen Tagen folgenlos ab.

Wann Sie unbedingt zum Arzt gehen sollten

  • Wenn im weiteren Verlauf nach Tagen Rötungen oder gar Entzündungen an der Einstichstelle auftreten. Auch dann, wenn eine Wanderröte an anderen Körperregionen sichtbar wird.
  • Wenn Sie sich in Gebieten mit FSME-Gefahr aufhalten und nicht geimpft sind, denn innerhalb von 4 Tagen besteht die Möglichkeit einer nachträglichen Impfung. Allerdings besteht dadurch zugleich die Gefahr, dass das Immunsystem bei der Abwehr einer Borrelieninfektion impfbedingt gestört wird.
  • Zeichen einer zeckenübertragenen Infektion treten in der Regel frühestens 7 Tage nach einem Stich auf.
  • Eine Borreliose beginnt nicht immer mit einer Wanderröte an der Stichstelle. Nur in etwa der Hälfte der Fälle tritt diese charakteristische Rötung der Haut auf, die nach etwa 7 Tagen zu beobachten ist und sich langsam mit etwa 3-5 mm/Tag ausbreitet
  • Gelegentlich beginnt die Infektion mit grippeartigen Symptomen und Muskelschmerzen nach ein bis zwei Wochen. Sie sollten dann zum Arzt gehen!
  • Eine FSME beginnt etwa zwischen Tag 6 und 10 mit hohem Fieber. Wenn eine solche Infektion stattgefunden hat, ist es für eine Schutzimpfung auf jeden Fall zu spät. Trotzdem ist es dringend erforderlich, zum Arzt zu gehen!
  • Bluttests auf Borreliose machen frühestens nach drei Wochen Sinn. Die Trefferquote der Antikörpertests ist bei bereits bestehender Borreliose ohnehin sehr gering und liegt meist unter 50%.
  • Auf keinen Fall darf die Therapie eines Erythema migrans vom serologischen Status abhängiggemacht werden.

Vorbeugen ist besser

Zecken lassen sich nicht - wie häufig behauptet wird - von Bäumen fallen, sie sitzen in maximal 1 m Höhe im Gras oder auf anderen Pflanzen. Lange Kleider oder Hüte schützen nicht. Die Zecke krabbelt meist von den Schuhen oder den Hosenbeinen aus nach oben und sucht oft stundenlang nach einem geeigneten Ort zum Stich. Weil die Zecken auf heller Kleidung besser sichtbar, können sie schneller erkannt werden. Wenn Sie lange Ärmel und Hosen tragen und die Socken über die Hosen ziehen, machen Sie es den Zecken schwerer, direkt an die Haut zu gelangen. Ebenso wie das Auftragen von Insektenschutz abweist aber nicht schützt, wirkt auch das homöopatische Mittel Ledum C200.

Jedem Ausflug sollte eine genaue Untersuchung des Körpers folgen, damit neue Zeckenbisse möglichst schnell erkannt werden. Häufig sind Zecken im Bereich von feuchten Hautregionenzu finden, wie zum Beispiel Achsel oder Kniekehle. Wer oft in der Natur unterwegs ist und in  einem Gefahrengebiet lebt, sollte eine Zecken-Schutz-Impfung in Betracht ziehen.

Wissenswertes über Zecken

  • Zecken können nicht riechen. Sie orientieren sich an Wärmestrahlung (Infrarot) und CO2, beides nehmen sie mit einem speziellen Sinnesorgan an den Vorderbeinen war. Sie warten oft monatelang auf eine Gelegenheit zum "Aufsprung".
  • Zecken beißen nicht, sie stechen. Zum Beißen benötigt man Ober- und Unterkiefer, Zecken haben aber nur eine Art Saugapparat, das Hypostom.
  • Zecken entwickeln sich in mehreren Entwicklungsstadien. Aus dem Ei schlüpft eine 0,8 mm große Larve. Diese braucht eine erste Blutmahlzeit, in der Regel auf Mäusen, bevor sie sich zur Nymphe häutet. Die Nymphe ist etwa 1,5-2 mm groß. Sie saugt erneut Blut, bevor sie sich zur erwachsenen Zecke häuten kann.
  • an Menschen werden zu 80% Nymphen gefunden. Weil diese nur 1,5 mm Größe aufweisen, sind Pinzetten jeder Art ebenso wie Zeckenzangen zur Entfernung ungeeignet!
  • Borrelien liegen im Mitteldarm der Zecke. Nach Beginn des Blutsaugens beginnen diese ihren Stoffwechsel zu aktivieren. Erst nach etwa 24 Stunden wandern die Borrelien aktiv in die Speicheldrüsen der Zecke ein. Erst dann werden die Borrelien in die Stichwunde übertragen.
  • Eine Übertragung der FSME ist früher möglich.

Borreliose und FSME

Die Gefahr, an einer Borreliose zu erkranken, ist recht hoch, denn rund jede 5. Zecke trägt diese Bakterien in sich. Selten wird Borreliose auch durch Stechmücken und Bremsen übertragen. Amerikanische Autoren sprechen auch von einer Übertragungsmöglichkeit durch sexuellen Kontakt. Wird die Borreliose nicht behandelt, entsteht ein chronischer Verlauf, der meist erst Jahre später durch eine Beteiligung von Gelenken, Nerven, Psyche und der inneren Organe (Herzmuskelentzündung) wenn überhaupt erkannt und der Borreliose zugeordnet wird. Es ist besonders wichtig, die verschiedenen Symptome zu Erkennen und richtig zu behandeln, weil gegen Borreliose kein vorsorglicher Impfstoff besteht.\  \ FSME wird durch einen Virus übertragen, der seltener in Zecken vorkommt. Zudem ist dieser Virus nicht in allen Landstrichen vertreten. Eine Erkrankung an FSME erfolgt schon kurz nach dem Zeckenbiss. Die Symptome sind nicht immer gleich: Oft entsteht eine Art "Sommergrippe", während andere  Betroffene hingegen auch mit hohem Fieber, sehr starken Kopfschmerzen und heftigem Erbrechen reagieren. Typisch ist auch ein Ziehen im Nacken. Eine Hirnhautentzündung, die durch einen Zeckenbiss verursacht wurde, heilt in der Regel wieder gut ab, bedarf aber dringens ärzlicher Behandlung, weil im Falle einer überschießenden Entzündung Lebensgefahr bestehen kann. Der einzig sichere Schutz vor FSME ist die Impfung vor Zeckenkontakt.

Rahmenbedingungen schaffen für ein schlagkräftiges Immunsystem

Der Erfolg einer antibiotischen Therapie allein ohne gleichzeitig vorhandene Immunkompetenz ist weniger aussichtsreich. Ungünstige Bedingungen sind Überlastung oder Überforderung in der Zeit vor und nach dem Zeckenbiss - Rötung der Haut. Denkbar ungünstige Bedingungen liegen zum Beispiel vor, wenn die Kinder mit Zeckenbiss und übernächtigt vom Zeltlager kommen.

Thermotherapie bei Borreliose

Einen ausgesprochen kräftigen Effekt wie die Reduktion von Dauerstress und emotionaler Überlastung hat die regelmäßig durchgeführte Thermotherapie auf das Immunsystem. Kaum eine immunstimulierende Substanz aus der Naturheilkunde hat eine so stark aufbauende Wirkung auf das Immunsystem wie die richtig durchgeführte Thermotherapie. Dabei ist nicht die hohe Intensität sondern eine möglichst langfristige Einwirkzeit der Wärme ist entscheidend.

Recht einfach durchführbar ist ein warmes Erkältungsbad, anschließend eine Ruhezeit eingewickelt in warmen Decken einschließlich des Kopf und Halsbereiches mit seinen wichtigen Lymphknotenregionen. Wer die Thermotherapie in der strategisch wichtigen Phase gerne täglich einsetzen möchte und nicht jedes mal ein Bad nehmen will kann sich auch am Abend, wenn Ruhe einkehrt in warme Decken hüllen und zwei bis drei Wärmflaschen mit einpacken, damit die "Betriebstemperatur" für das Lymphsystem zügig erreicht wird.

Ebenso wie Wärme, kann auch Kälte gezielt zur Stärkung der Abwehrkraft eingesetzt werden. Während die Wärme sanft und lang dauernd angewandt werden soll, sind Kaltanwendungen nur als kurze kräftige Impulse hilfreich. Je schwerer der Krankheitszustand, desto kürzer und schonender die Impulse.

Insgesamt lässt sich die Thermotherapie mit folgender Formel zusammenfassen: Während Wärme sanft und langfristig eingestetzt wird, sind Kaltanwenungen als kurze und kräftige Impulse anzuwenden.

Ernährungsmedizin und Vitalstoffe bei Borreliose

Leider sehr häufig habe ich beobachten müssen, dass Rückfälle in der Behandlung einer Borreliose durch falsches Essen ausgelöst wurden. Schwere Mahlzeiten bewirken durch den Stress im Darm-Lymph-System ein vorübergehendes Immundefizit von einigen Stunden. Borrelien sind in der Lage, dieses vorübergehende "Immunloch" aggressiv auszunützen und feiern eine "Party". Bei vielen Borreliosepatienten entsteht durch den Dauerkampf des Immunsystems stressbedingt eine Nebennierenschwäche, mit der Folge, dass die Abwehrkraft zusätzlich erheblich geschwächt wird. Deshalb und auch unter Berücksichtigung des geschwächten Lymph- und Darmapparates empfehlen sich mehrere kleinere Mahlzeiten, die jeweils hochwertige Eiweiße und Öle in verträglichen Mengen sowie Vitalstoffe enthalten sollte. Während Kohlenhydrate in Form von zuckerhaltigen Getränken und Speisen sowie stärkehaltige Nahrungsmittel wie Mehlprodukten, Reis und Kartoffeln nur maßvoll verwendet werden sollten, sollte Gemüse in Kombination mit Eiweißen immer dabei sein. Obst ist zwar vitalstoffreich, jedoch stellt der enthaltene Fruchtzucker für viele Patienten eine Belastung dar. Falls eine Fruktoseintoleranz nicht bereits ausgeschlossen worden ist, gilt folgende Vorsichtsregel: Obst wird am leichtesten verdaut, wenn es in kleinen Portionen über den Tag verteilt jeweils als Nachtisch zu sich genommen wird. Dadurch verringert sich die Fruktosekonzentration, weil sich das Obst mit dem bereits im Magen befindlichen Speisebrei vermischt. Wie Sie mit Vitalstoffen Ihr Immunsystem aufbauen können, erfahren Sie hier.

Bewegungstherapie bei Borreliose

Ebenso wichtig und effektiv wie die Thermotherapie ist die Bewegungstherapie zur Steigerung der Abwehrkraft bei der Behandlung der Borreliose. Während Überforderung beim Sport durch die nachfolgende Erschöpfung zu einer Schwächung des Immunsystems und damit Rückschlag bei der Behandlung der chronischen Borreliose führen, sind kleine tägliche Belastungseinheiten hervorragend geeignet, den gesamten Stoffwechsel samt Immunsystem zu stabilisieren.

Hormontherapie bei Borreliose

Erschreckend häufig habe ich auch bei jungen Borreliosepatienten mit eingeschränkter Vitalität sehr niedrige Testosteron, Estradiol und Progesteronspiegel feststellen müssen, häufig wie bei Achtzigjährigen! Gleichzeitig bestand in der Regel auch eine Nebennierenschwäche in fortgeschrittenem Stadium. Erklärbar ist diese Beobachtung durch den Dauerstress im Stoffwechsel und Immunsystem. Durch die natürliche Hormontherapie kann der Genesungsprozess erheblich beschleunigt werden, weil Immunsystem und Stoffwechsel ohne eine funktionsfähige hormonelle Steuerung erheblich beeinträchtigt sind.

Photonentherapie bei Borreliose

Bei der Borreliose-Erkrankung kommt es bedingt durch das Eindringen der Borrelien in die Zellen zu einem erheblichen Vitalitätsverlust, wodurch sich die Photonenabstrahlung vieler Zellen, auch Biophotonen genannt, erheblich reduziert. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Photonentherapie zur Behandlung der Borreliose einzusetzen. Die Photonentherapie im Infrarotbereich ermöglicht es uns, den Energiehaushalt, den Stoffwechsel sowie die Regeneration der an Borreliose erkrankten Zellen positiv zu beeinflussen. Ferner besteht durch die Photonentherapie die Möglichkeit, die Borreliose ohne Verabreichung von Antibiotika erfolgreich zu behandeln.

Wie stark ist Ihr Immunsystem?

Jeden Tag, jede Sekunde ist unser Immunsystem in Arbeit. Gut ausgerüstet, wird es beinahe mit jedem Krankheitserreger fertig. Ausschlaggebend ist, wie viele Krankheitserreger gleichzeitig auf unser Immunsystem treffen. Übertrifft die Keimdichte die Stärke Ihrer Immunabwehr, kommt es zum Ausbruch der Infektion.

Erfahren Sie mehr über Ihre individuelle Abwehkraft und beantworten Sie die folgenden Fragen genau und sorgfältig. Wenn Sie eine Frage zu Therapiemöglichkeiten haben, können Sie diese mit dem Testergebnis absenden. Sie erhalten dann eine Mail mit einer Ausarbeitungder nächsten diagnostischen und therapeutischen Schritte. Weiter zur Analyse ...

Weitere Informationen zu

Symptomen und Therapie der Borreliose

Zeckenbiss - Was tun?\ Alljährlich, sobald die warmen Monate beginnen, zieht es die Menschen wieder in die Natur. Alles könnte so wunderbar sein, wenn nicht in Bodennähe eine oft unterschätzte Gefahr lauern würde: Die Zecke. Schnell und unbemerkt hat eine Zecke den Sprung auf den menschlichen Körper geschafft und sticht zu. Was ist nun zu tun?\ Warum ein Zeckenbiss gefährlich werden kann\ \ Der Biss einer Zecke als solcher ist an sich ungefährlich. Allerdings können beim Zeckenbiss auch Speichel und damit auch Krankheitserreger in den menschlichen Körper gelangen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um die beiden Krankheiten Borreliose und FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis), eine Form der Hirnhautentzündung.\ Borreliose und FSME\ \ Die Gefahr, an einer Borreliose-Infektion zu erkranken, ist recht hoch, denn rund jede 5. Zecke trägt diese Bakterien in sich. (Selten wird Borreliose auch durch Stechmücken und Bremsen übertragen.) Erstes Anzeichen für eine Erkrankung an Borreliose ist eine Rötung der Einstichstelle, die sich kreisförmig ausdehnt – mitunter erst bis zu 16 Wochen nach dem Zeckenbiss. In weiterer Folge treten grippeähnliche Symptome auf. Wird Borreliose nicht behandelt, folgen später chronische Erkrankungen der Haut, Gelenke, Nerven und letztendlich der inneren Organe (bis zur Herzmuskelentzündung). Die Beachtung und Erkennung der verschiedenen Symptome  ist besonders wichtig, weil gegen Borreliose kein vorsorglicher Impfstoff besteht.\  \ FSME wird über einen Virus übertragen, den vergleichsweise wenig Zecken bei sich tragen. Zudem ist dieser Virus nicht in allen Landstrichen vertreten. Eine Erkrankung an FSME erfolgt schon kurz nach dem Zeckenbiss, die Symptome sind dabei nicht immer gleich. Oft entsteht eine Art «Sommergrippe», einige Betroffene hingegen reagieren auch mit hohem Fieber, sehr starken Kopfschmerzen und heftigem Erbrechen. Typisch ist auch ein Ziehen im Nacken. Eine Hirnhautentzündung, die durch einen Zeckenbiss verursacht wurde, heilt in der Regel wieder gut ab, muss allerdings in jedem Fall vom Arzt behandelt werden, da auch das Gehirn selbst sich in Folge entzünden kann und dann Lebensgefahr besteht. Eine Vorsorge-Impfung ist der einzige sichere Schutz vor FSME.\ Beim Zeckenbiss sofort handeln\ \     Hat eine Zecke zugebissen, dann sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Korrekt geschieht das mit einer Pinzette, bzw. noch besser mit einer speziellen Zecken-Pinzetten. Die Zecke wird mit der Pinzette möglichst weit unten, nah an der Haut gepackt und mit leichten Drehbewegungen entfernt. Wichtig: Das Tier darf beim Entfernen nicht zerdrückt werden, denn sonst könnten die Viren oder Bakterien in den menschlichen Körper gelangen.\     Die «Bissstelle» wird anschliessend noch gründlich desinfiziert.\     «Hausmittel» wie Öl oder Klebstoff sind tabu! Durch solche oder ähnliche Substanzen gerät die Zecke in einen Todeskampf und gibt in dieser Situation ebenfalls die gefürchteten Krankheitserreger ab.\ \ Unbedingt zum Arzt sollte man wenn\ \     trotz sorgfältiger Entfernung Rückstände der Zecke – erkennbar an einem schwarzen Punkt in der Haut – zurückgeblieben sind\     sich im weiteren Verlauf Rötungen oder gar Entzündungen an der Einstichstelle ergeben\     man in Gebieten mit FSME-Gefahr lebt und nicht geimpft ist, denn innerhalb von 4 Tagen besteht die Möglichkeit einer nachträglichen Impfung\ \ Vorbeugen ist besser\ \ Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Zecken sich auf Bäumen aufhalten. Tatsächlich findet man sie in Bodennähe im hohen Gras, niedrigen Sträuchern oder Unterholz. Wer also lange Ärmel und Hosen trägt, gibt den Zecken wenig Chance, direkt an die Haut zu gelangen. (Tipp: Socken ÜBER die Hosen ziehen –auf heller Kleidung sind Zecken besser sichtbar) Auch das Auftragen von Insektenschutz wirkt abschreckend. Jedem Ausflug sollte eine genaue Untersuchung des Körpers folgen, um unbemerkte Zeckenbisse feststellen zu können. (Beliebte Stellen sind warme und verschwitzte Körperteile wie Nacken, Achsel oder Kniekehle.) Wer oft in der Natur unterwegs ist und in  einem Gefahrengebiet lebt, sollte eine Zecken-Schutz-Impfung in Betracht ziehen.\ Fazit\ \ Vom Frühjahr (März) bis in den Spätherbst hinein besteht die Gefahr, von einer Zecke «erwischt» zu werden. Lange Bekleidung und Insektenmittel bieten einen recht guten Schutz vor Zeckenbissen, aber wenn es dennoch passiert, kann schnelles Handeln und aufmerksames Beobachten die schlimmsten Folgen verhindern. Für Gefahrengebiete bleibt eine Zecken-Schutz-Impfung allerdings der sicherste Weg, um zumindest FSME vorzubeugen.