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Serotonin

Serotonin ist ein dämpfend wirkender Neurotransmitter, der neben vielfältigen und wichtigen Funktionen im Körper unter anderem als Appetithemmer und Stimmungsaufheller fungiert.  

Serotonin wird aus der Aminosäure Tryptophan über 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) unter Mitwirkung von Vitamin B6 gebildet und zum Teil weiter in das für den natürlichen Schlaf wichtige Melatonin umgewandelt. Serotonin ist stark

  • stimmungsaufhellend,
  • entspannend,
  • schlaffördernd,
  • antidepressiv,
  • schmerzhemmend und
  • motivationsfördernd.

Zudem beeinflusst Serotonin positiv das Sättigungsempfinden und wirkt damit appetitreguliernd. Darüber hinaus wirkt es schmerzhemmend. Bei Serotoninmangel, verstärkt durch Melatonin- und Dopaminmangel, kann es zu

  • Depressionen,
  • Angstzuständen,
  • Konzentrationsmangel,
  • Schlaflosigkeit,
  • Migräne,
  • Fibromyalgie (unspezifische Bindegewebsschmerzen),
  • Empfindungsstörungen und
  • schwerer Abgeschlagenheit (Fatigue, CFS) kommen.

Die Aminosäure Tryptophan wird nur zum sehr geringen Teil (ca. 5 %) zu Serotonin aufgebaut, vorwiegend entstehen die für die Immunregulation wichtigen Kynurenine und andere Metaboliten. Bei Aktivierung der Immunabwehr (Infektionen, Tumoren, etc.) mit Anstieg von Interferonen wird die Kynureninsynthese weiter verstärkt - zu Lasten von Serotonin. Chronische Immunaktivierung kann daher Tryptophan-, Serotonin- und Melatoninmangel verursachen.

Serotonin wird nicht nur im Nervensystem gebildet. Die größten Konzentrationen finden sich vielmehr im Magen-Darm-Trakt, wo es bei der Regulation der Motilität, Motorik und Resorptionsfunktion mitwirkt. Weiter enthalten die Thrombozyten (Blutplättchen) sehr viel Serotonin.

Quelle: Neurolab

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