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Melatoninmangel als Ursache für Schlaflosigkeit

Melatonin ist ein wichtiger Taktgeber unserer biologischen Uhr, da es maßgeblich an der Steuerung des Wach-Schlaf-Rhythmus beteiligt ist. Die Melatoninproduktion wird durch den Lichteinfall auf die Netzhaut des Auges gesteuert, steigt in der Dunkelheit (Nacht) an und erreicht das Maximum 1-2 Stunden nach dem Einschlafen.

Melatonin fördert das Einschlafen, während Melatoninmangel mit Schlafstörungen einhergehen kann.

Während die maximale Melatoninproduktion im Kindesalter erreicht wird, ist die Produktion im jungen Erwachsenenalter auf 20 - 30 % des Maximalwertes abgesunken und fällt mit zunehmendem Alter weiter ab. Im Alter ändert sich die nächtliche Zeitkurve der Ausschüttung. Da besonders zu Beginn des Einschlafens hohe Melatoninspiegel wichtig sind, kann es auch bei ausreichender Gesamtproduktion dennoch zu Schlafproblemen kommen. Treten Störungen der Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit auf sollte nicht vergessen werden, einen Melatoninmangel in Erwägung zu ziehen.

Nicht nur ein Melatoninmangel kann Ursache sein für Einschlafstörungen, sondern auch eine Überproduktion des wichtigsten Gegenspielers, das körpereigene Cortisol. Weitere Ursachen für Schlafstörungen sind Veränderungen der Schilddrüsen-Tagesrhythmik sowie auch ein Östradiol-, Progesteron- und Testosteronmangel.

Ein relativer Melatoninmangel ist nicht selten dann anzutreffen, wenn nachts stressbedingt erhöhte Cortisolspiegel vorliegen. Deshalb empfiehlt es sich bei der Durchführung eines Hormontestes wegen Schlaflosigkeit parallel zum Melatonin auch den Gegenspieler, das Cortisol zu bestimmen.

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