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Die Eigenblut-Therapie gehört zur Klasse der stimulierenden Biologischen Therapien und wird seit Jahrzehnten bei verschiedensten Erkrankungen mit Erfolg eingesetzt. Die Eigenblut-Therapie wurde zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts modern.

Folgende Hauptformen der Eigenblut-Therapie finden Verwendung:


    * Klassische Eigenblutinjektion
    * Eigenblut-Nosode
    * UVB- Behandlung
    * Autovaccine (Eigenimpfung)

Eigenblutinjektion

Unspezifische Umstimmungstherapie

Bei der kleinen Eigenblut-Therapie wird dem Patienten eine geringe Menge Blut aus der Vene entnommen und wieder in den Gesäßmuskel reinjiziert. Zunächst beginnt man mit geringen Mengen, die dann in meist wöchentlichen Abständen von Behandlung zu Behandlung gesteigert werden. Soll die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie gesteigert werden, können dem Blut homöopathisch aufbereitete Präparate zugesetzt werden. Je nach Indikation kann dies auch unter Zugabe von homöopathischen Komplexmitteln oder Immunstimulantien wie z.B. Aciiruphan oder Echinacin erfolgen. Zur Behandlung bei Borreliose kann das entnommene Blut vor der Reinjektion auf niedrige Temperatur kurzfristig herabgekühlt werden.

Alternativ zur Spritze eignet sich besonders bei Kindern die spezielle Aufbereitung des Blutes (Potenzierte Eigenblutbehandlung), so dass sie diese als Tropfen oder Globuli einnehmen können.

Ziel der Eigenbluttherapie ist es, die allgemeinen Abwehrkräfte des Körpers zu steigern und regulierend auf Überstimulationen wie zum Beispiel bei allergischen Erkrankungen einzuwirken. Als sogenannte Reiztherapie regt die Eigenbluttherapie das Immunsystem zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Blut an. Dies geschieht nach dem Grundsatz: schwache Reize regen die Selbstheilungsvorgänge im Körper an. Je chronischer die Erkrankung ist, desto langsamer wird die Dosis gesteigert und desto größer werden die Abstände zwischen den einzelnen Wiederholungen gewählt.

Die Eigenblut-Terapie stimuliert vor allem das unspezifische Immunsystem und hat sich u.a. besonders bewährt bei der Behandlung von:

  • Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen, Neurodermitis, Nahrungsunverträglichkeiten
  • erhöhter Infektanfälligkeit bei allgemeiner Immunchwäche
  • Leistungsschwäche und chronischer Müdigkeit
  • chronisch entzündlichen Erkrankungen

Eigenblut-Nosode

Alternativ zur Spritze eignet sich besonders bei Kindern die spezielle Aufbereitung des Blutes (Potenzierte Eigenblutbehandlung), so dass sie diese als Tropfen oder Globuli einnehmen können. Durch den Potenzierungsgrad kann die Anwendung von Eigenblut-Nosoden sehr intensive Umstimmungseffekte erzeilen.


Ultraviolettbestrahlung des Blutes nach Dr. Wiesner


Viele Krankheiten, besonders chronische Leiden, gehen mit Durchblutungsstörungen und Sauerstoffmangel einher. Bei manchen Erkrankungen, wie der arteriellen Verschlusskrankheit der Beine, der koronaren Herzerkrankung oder Durchblutungsstörungen bis zum Schlaganfall, sind diese Zusammenhänge auch für den Laien leicht nachvollziehbar.

Wer weiß aber zum Beispiel, dass oft auch Schlafstörungen, depressive Verstimmung und Konzentrationsschwäche, Sehstörungen, Migräne oder die Gefühlsstörungen oft auch verbunden mit Schmerzen in den Beinen bei Zuckerkranken u. v. a. m. Folge von Durchblutungsstörungen sind. Und zwar sind hierbei oft die kleinen und kleinsten Blutgefäße betroffen, obwohl die großen frei durchgängig sein können!

Häufig sind Störungen in der Funktion der Organe durch Mikrozirkulationsstörungen bedingt (zu dickflüssiges Blut) oder es besteht sogar die Gefahr von venösen Thrombosen.

 In derartigen Fällen hilft die UVB (Ultraviolettbestrahlung) durch:

    * eine Verbesserung der Sauerstoffaufnahme der Zellen
    * einen verbesserten Energiehaushalt der Zellen durch eine gesteigerte Sauerstoffausnutzung
    * eine Verbesserung der Durchblutung in allen Organen

Wie wird die UVB durchgeführt ?

Etwa 50 ml Blut werden aus einer Vene entnommen und mit Zitronensäure ungerinnbar gemacht. Danach wird dieses Blut in einer speziellen Apparatur zweimal an einer energiereichen Ultraviolett-Lichtquelle mit einem hochfrequenten Wellenspektrum vorbeigeleitet. Danach wird das Blut in die Armvene zurückgespritzt. Der gesamte Zeitaufwand beträgt etwa 5 Minuten.

Dabei entstehen so genannte aktivierte Sauerstoffstufen, welche eine starke biologische Wirkung haben und eine Vielzahl von Körperfunktionen und Stoffwechselvorgängen beeinflussen. Diese Wirkungen dauern auch nach der Behandlung noch eine ganze Weile an.

Die UVB hat also einen Langzeiteffekt!

Durch die Vielzahl von Einflüssen auf den Stoffwechsel und auch auf das lmmunsystem eignet sich die UVB auch ganz wirkungsvoll zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, mangelhaft eingestelltem Blutzucker und Begleiterkrankungen der Zuckerkrankheit sowie der Gicht. Weiterhin ist sie ein ausgezeichnetes Heilmittel bei den meisten Lebererkrankungen.

Von immenser Wichtigkeit ist auch die gute Wirkung bei Abwehrschwäche gegen Infektionen. Der abwehrmobilisierende Effekt wird auch bei der  Krebsbegleittherapie genutzt. Hier findet sie vor allem zur Stabilisierung vor oder nach schweren Operationen, als auch vor, während oder nach Chemotherapien und Bestrahlungen ihre Anwendung. Sie ist in der Lage, die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlungen zu mildern und die Lebensqualität von Krebskranken zu verbessern. Der Einsatz des Verfahrens lohnt sich in jedem Stadium der Erkrankung!

Ein weiterer Vorteil ist die gute Verträglichkeit der UVB. Sie ist frei von ernsten Nebenwirkungen und in ihrer Durchführung ohne besondere Risiken. Sie kann beispielsweise auch während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Markumareinnahme bedenkenlos durchgeführt werden. Vorsicht ist nur bei einer krankhaften Lichtempfindlichkeit der Haut und bei Schilddrüsenüberfunktion geboten. Weisen Sie Ihren Arzt darauf hin!

Was sollte bei der Durchführung der UVB beachtet werden?

Während einer Behandlungs-Serie sollte kein übermäßiges körperliches Training erfolgen. Bitte ruhen Sie nach einer Therapie mehrere Stunden! Die Einnahme von Schmerzmitteln (auch Aspirin), Kortison aber auch von Vitaminpräparaten muss unter Umständen für die Zeit der Behandlung unterbleiben. Bitte reden Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er wird Sie beraten. Reichliches Trinken nach der Behandlung (2 Liter täglich) unterstützt den Körper bei der Entgiftung! Wie bei vielen naturheilkundlichen Behandlungen können sich die Symptome am Anfang der Therapie  zunächst etwas verstärken. Diese so genannte "Erstreaktion" ist meist harmlos und kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass die Therapie Wirkung zeigt.

Wie oft sollte die UVB durchgeführt werden ?

Meist werden anfangs zwei Behandlungen/Woche und später eine Behandlung/Woche benötigt. Insgesamt sollten bei der ersten Therapieserie 10 Behandlungen erfolgen. Nach unterschiedlichen Intervallen werden einzelne oder wenige Auffrischungstherapien gemacht. Eine Dauertherapie, etwa mit einer Behandlung im Monat, ist empfehlenswert. Das Behandlungsprogramm muss individuell von Ihrem Arzt für Sie angepasst werden.

Bei diesen Krankheiten ist die Eigenbluttherapie eventuell geeignet:

  • chronische Entzündungen
  • Hauterkrankungen
  • Beschwerden des Bewegungsapparates (Orthopädie)
  • bestimmte Formen von Rheuma
  • Krankheiten der Luftwege
  • Allergien
  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • verzögerte Rekonvaleszenz (Erholung nach Krankheiten)
  • in bestimmten Fällen von Krebs - Zur Nachsorge
  • Viruserkrankungen (zum Beispiel Herpes zoster)

Bei diesen Erkrankungen ist Eigenbluttherapie nicht geeignet:

  • akute Leberentzündung oder andere schwere Leber- und Nierenerkrankungen
  • schwere Schilddrüsenstörungen
  • Fieber unbekannter Ursache
  • Thrombophlebitis, vor allem Thrombose
  • bei antikoagulativen Therapien (z.B. Marcumar), etwa nach einem Herzinfarkt
  • Erkrankungen, bei denen nichts injiziert werden darf.

Quelle: Yamedo

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